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Wir digitalisieren, doch oft ist der Erfolg durchwachsen. Das geht doch besser, aber wie?

Digitalisierung kennt jeder, macht jeder – und? (Teil 2)

Oft denken wir Digitalisierung vom Produkt oder Prozess her und digitalisieren dann drauf los. Hier hatte ich im vorherigen Beitrag den Bäcker als Beispiel bemüht. Ich bin Bäcker und backe Brötchen für meine Kunden. Doch die Frage nach dem eigentlichen Bedürfnis meiner Kunden öffnet plötzlich Türen. Gesunder Genuss!

Dieses Bedürfnis zu erfüllen, umfasst viel mehr als Brötchen. Damit eröffnen sich für mich neue Märkte, neue Geschäftsmodelle, neue Wertschöpfungsnetzwerke. (An dieser Stelle darf jeder seiner Fantasie freien Lauf lassen – Sie werden über Ihre Ideen erstaunt sein.)

Sehr schlau ist es übrigens, solche Gedankenspiele mit dem gesamten Team zu machen. Formate wie z.B. Design Thinking können dabei sehr hilfreich sein.  Nach anfänglicher Skepsis entstehen eine tolle Dynamik und überraschende Ergebnisse.

Und was mache ich jetzt damit? Habe ich (oder besser wir) die Vision formuliert, geht es um die Realisierung. Zuerst stellen sich zwei Fragen. “Was sollten wir dafür können und haben?” Hier sind wir beim Thema Ressourcen. Und “Wie sollten wir dafür denken und arbeiten?” Hier geht’s ans Eingemachte, denn jetzt steht unsere Unternehmenskultur auf dem Prüfstand. Wenn Sie die Antworten auf diese Fragen mit Prioritäten, konkreten Zielen und Aufgaben unterfüttern, ensteht die Strategie.

Sie denken jetzt “Sollte nicht Digitalisierung Thema des Beitrages sein?” Ist es, auch wenn der Begriff in den letzten vier Absätzen nicht vorkommt. Denn genau das ist der Knackpunkt. Digitalisierung ist kein Selbstzweck sondern Mittel zum Zweck. Setze ich an dieser Stelle an und frage “Wo ist Digitalisierung sinnvoll, um meine/unsere Ziele zu erreichen?”, “Welche Technologien oder Tools unterstützen mich/uns am besten dabei?”. Bauen wir auch hier auf Schwarmintelligenz im Team. Gehen wir die Digitalisierung agil an, ermöglichen Flexibilität, entwickeln Vertrauen und eine Fehlerkultur. Denken wir in Netzwerken und erschließen so neue Märkte.

Zum Abschluss dazu ein für mich wunderbares Beispiel, wie die Vision eines Brüderpaares mit einer Orangenplantage zu einer mittlerweile internationalen Plattform geworden ist. (Und während Sie sich die Seite zu Gemüte führen, dürfen Sie die digitalen Angebote vieler anderer Landwirte -so vorhanden-  dabei mal im Hinterkopf haben.)

Hier die Geschichte:

https://bankundumwelt.de/crowdfarming-wie-die-landwirtschaftliche-revolution-funktioniert/

Und das ist die Plattform:

www.crowdfarming.com

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